Foto: Guido Werner

 

Programm:

 

Sigfried Karg-Elert (1877-1933)
Sinfonische Kanzone für Flöte und Klavier (1919)
 
Franz Schubert (1797-1828)
»Trockne Blumen« aus »Die schöne Müllerin« - Introduktion und Variationen D 802 (1824)
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Cécile Chaminade (1857-1944)
Concertino Op.107
 
Mel Bonis (1858-1937)
Sonate (1904)
Andantino con moto
Scherzo - Vivace
Adagio
Finale – Moderato
Gabriel Fauré (1845-1924)
Fantasie Op.79 (1898)



ELIZAVETA BIRJUKOVA - Flöte
 
ist in Zentralrussland aufgewachsen und kam als 16-jährige nach Deutschland. Während ihres Studiums an der Leipziger Musikhochschule vertiefte sie die stilistische Auseinandersetzung mit der Barockmusik und entdeckte darüber hinaus die Welt der Neuen Musik. Im Rahmen eines Aufbaustudiums in Weimar bekam Elizaveta Birjukova zur in Leipzig intuitiv begonnenen Selbstrealisierung als Solistin in der Konzert- und Ensembletätigkeit frische Impulse. Reisen nach Frankreich zu Barockmusikfestivals, Solo-Auftritt und Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, Aufführung des Konzertes von Carl Reinecke beim Internationalen Festival „Junge Stars des 21. Jahrhunderts“ in Samara/Russland, Teilnahme als Kammermusikerin an Festspielen in Mecklenburg-Vorpommern, Salzburg, Bonn, Weimar, Darmstadt, Prag und Beirut, Mitbegründung bzw. kammermusikalische Tätigkeit in dem Ensemble DUO 9, gegründet 2009 zusammen mit dem Pianisten Christoph Ritter, den Ensembles für Neue Musik  klangwerkstatt weimar (heute – klangwerk am Bauhaus), ensemble iberoamericano weimar und ensemble marges, als Traversflötistin in dem Leipziger Barockorchester, Neuen Leipziger Barockensemble,  Merseburger Hofmusik, Dresdner Barockorchester, Tätigkeit als Dozentin bei Meisterkursen und Workshops in Deutschland, Russland, Ukraine und im Libanon – all das formte die interpretatorische Gestalt Elizaveta Birjukovas jenseits einer Routinevorstellung von den Möglichkeiten und Grenzen flötistischer Aufführungspraxis.
 
 
CHRISTOPH RITTER - Klavier
 
ist in Thüringen geboren und aufgewachsen. Bereits die Hinwendung zur Liedgestaltung während des Klavierstudiums an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar offenbarte sein mehr und mehr Raum greifendes Interesse an den Wechselbezügen der Künste. Seither sind zahlreiche genreübergreifende Projekte entstanden. Es war nur eine Frage der Zeit, die Welt zeitgenössischer Kompositionen mit ihren erweiterten Spieltechniken und faszinierenden Möglichkeiten der Klangerzeugung als wesentliche Erweiterung künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten zu entdecken. Ritter war Mitbegründer und Pianist des Ensembles klangwerkstatt weimar, das seit den 90-iger Jahren ausgehend von seiner Weimarer Konzertreihe regionale und internationale Ausstrahlung entfaltete. Konzeption und Realisierung eigener Konzertreihen sowie Rundfunk- und CD-Aufnahmen. Er hält eine Professur an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar inne, in deren Rahmen er u.a. internationale Meisterkurse für Liedgestaltung für Sänger*innen und Pianist*innen an renommierten internationalen Musikhochschulen gibt. Unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Entstehung ist Musik für Christoph Ritter immer als Neue Musik zu begreifen. Das eigene Konzertieren ist Dialog, Konversation, Spiel mit ungewissem Ausgang, das der Intuition und dem Unverhofften Raum gibt.